Künstlerische Ausbildung beim Vater Franz von Herterich, später durch den Bruder Johann Caspar, ab 1873 Studium an der Akademie in München unter Wilhelm von Diez, Freundschaft und Zusammenarbeit mit Wilhelm Dürr d.J., 1883 Studienreise nach Italien, beeindruckt durch Raffael und Mantegna widmet er sich darauf auch der Monumentalmalerei, zahlreiche Aufträge und Beteiligungen an Freskenzyklen in Süddeutschland, ab 1890 Bekanntschaft mit Pleinair-Malern der Dachauer Künstlerkolonie, 1892 Mitbegründer der Münchner Sezession, 1888-96 Lehrer an der Akademie in München, 1897 Gründung einer eigenen Malschule für Damen, 1896-98 Professur an der Kunstschule in Stuttgart, 1898-1930 an der Akademie in München, Mitglied der Künstlergesellschaft Allotria, gilt als bedeutender Künstler des Überganges vom Historismus zu Jugendstil und Pleinair-Malerei um die Jahrhundertwende.
nach 1860 in den USA, arbeitet in einer Malfabrik und malt zahlreiche Landschaften, ab 1870 zurück in Deutschland, 1873-74 Studium am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main bei Edward von Steinle, 1875-79 in der Kronberger Malerkolonie bei Anton Burger und Adolf Schreyer, danach Studium an der Akademie in Berlin unter Hans Gude, ab 1882 wieder in München tätig, bekannt für kleinformatige Landschaftsbilder im Stil des Biedermeier, später vom Impressionismus beeinflusst, nach 1900 nutzte er überwiegend die Technik des Aquarell, der Tusche- und Bleistiftzeichnung mit Motiven aus dem Taunus, Rheinhessen, der Fränkischen Schweiz und dem Isartal
Künstlerische Ausbildung beim Vater Peter von Hess sowie an der Kunstakademie München, ab 1839 gemeinsame Studienreise mit dem Vater nach Norddeutschland, Polen und Russland,1849-50 Besuch der Kunstschulen in Antwerpen, Brüssel und Paris, bekannt für Schlachten- und Jagdszenen
Lehre am Maximiliansgymnasium in München, Freundschaft mit dem bayerischen Kronprinzen Rupprecht, 1886-89 Studium an der Akademie in München unter Karl Raupp, Johann Caspar Herterich, Ludwig von Löfftz und Heinrich von Zügel, ab 1910 in Gauting tätig, Mitglied der Münchner Künstler-Genossenschaft, Studienausflüge im Alpenraum und Franken sowie in Mitteldeutschland und Italien, Reisestipendium für Studienreisen nach Griechenland, Ägypten, England und Schottland, 1918 Professur an der Akademie in München
Deutscher Maler und Zeichner, geboren in Danzig, gestorben in Berlin. Sohn eines Stubenmalers, wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf und schloss zunächst eine Lehre als Stubenmaler ab; zeitweilig besuchte er die Kunstschule in Danzig. 1837 kam er nach Berlin, wo er sich als Kolorist von Lithographien verdingte und mit dem Verkauf kleiner Seestücke die Mittel für seine erste Studienreise 1838 nach Pommern erwarb.
Julius Hübner kam 1806 in Oleśnica (seinerzeit Oels in Schlesien) zur Welt. Ab 1821 studierte er an der Kunstakademie zu Berlin und seit 1823 im Atelier Wilhelm von Schadows. Als dieser 1826 zum Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf ernannt wurde, folgte der Freundeskreis um Hübner dem Ruf Schadows. Als geschlossene Künstlergruppe unter einem Lehrer und durch dessen intensive Bemühungen, die Düsseldorfer Akademie zu beleben, bildete sich das Kollektiv, das spätestens seit 1828 als Düsseldorfer Schule bezeichnet wurde. Diesem war eine idealisierende Darstellungsweise zu eigen sowie eine enge Orientierung an literarischen Motiven. Hübner reiste im Anschluss nach Italien, verbrachte Zeit in Berlin und Düsseldorf und ging 1839 schließlich an die Dresdner Kunstakademie. 1842 wurde er dort zum Professor ernannt und von 1871 bis 1882 als Nachfolger Schnorrs von Carolsfeld als Direktor der königlichen Gemäldegalerie eingesetzt. Hübner verstarb 1882 in Loschwitz bei Dresden.
Flämischer Holzschneider des Barock, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Peter Paul Rubens und seine qualitätsvollen Holzschnitte nach dessen Entwürfen bekannt wurde.
Französischer Maler und Lithograph, geboren in Dijon, gestorben in Paris. Schüler von Jérôme-Martin Langlois, dann an den Kunstakademien in Dijon und ab 1820 in Paris bei Guillaume Lethière und Jean Auguste Dominique Ingres. 1834 Rompreis, anschließend Aufenthalt in der Villa Medici. Im Salon zeigte er mythologische, religiöse und historische Sujets sowie Porträts; 1853 Vorsitzender des Comité central des Artistes.
Deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit, der mit streng komponierten Stillleben und klaren, sachlichen Bildwelten zu den prägenden Vertretern der klassischen Moderne zählt.
Friedrich August von Kaulbach gehörte in den Jahrzehnten des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu den bekanntesten und erfolgreichsten Malern Münchens. Er war ein Zeitgenosse Lenbachs und Stucks und wurde wie diese von der unmittelbaren Nachwelt ehrfürchtig als "Malerfürst" bezeichnet. Aus einer berühmten Malerfamilie stammend, feierte er in den beiden letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts seine größten Erfolge. Unvergesslich sind die wunderbaren Porträts, die er von den Kindern der Familie Pringsheim malte. Thomas Manns spätere Frau Katja, das einzige Mädchen unter den Kindern der Pringsheims, wurde von Kaulbach mehrfach gemalt. Besonders zu erwähnen ist hier das berühmte Gemälde von 1888, welches die fünf Kinder als Pierrots zeigte. Physiognomische Ähnlichkeit und ästhetische Gestaltung gingen bei Kaulbach eine unnachahmliche Symbiose ein.