Lehre am Maximiliansgymnasium in München, Freundschaft mit dem bayerischen Kronprinzen Rupprecht, 1886-89 Studium an der Akademie in München unter Karl Raupp, Johann Caspar Herterich, Ludwig von Löfftz und Heinrich von Zügel, ab 1910 in Gauting tätig, Mitglied der Münchner Künstler-Genossenschaft, Studienausflüge im Alpenraum und Franken sowie in Mitteldeutschland und Italien, Reisestipendium für Studienreisen nach Griechenland, Ägypten, England und Schottland, 1918 Professur an der Akademie in München
Deutscher Maler und Zeichner, geboren in Danzig, gestorben in Berlin. Sohn eines Stubenmalers, wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf und schloss zunächst eine Lehre als Stubenmaler ab; zeitweilig besuchte er die Kunstschule in Danzig. 1837 kam er nach Berlin, wo er sich als Kolorist von Lithographien verdingte und mit dem Verkauf kleiner Seestücke die Mittel für seine erste Studienreise 1838 nach Pommern erwarb.
Julius Hübner kam 1806 in Oleśnica (seinerzeit Oels in Schlesien) zur Welt. Ab 1821 studierte er an der Kunstakademie zu Berlin und seit 1823 im Atelier Wilhelm von Schadows. Als dieser 1826 zum Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf ernannt wurde, folgte der Freundeskreis um Hübner dem Ruf Schadows. Als geschlossene Künstlergruppe unter einem Lehrer und durch dessen intensive Bemühungen, die Düsseldorfer Akademie zu beleben, bildete sich das Kollektiv, das spätestens seit 1828 als Düsseldorfer Schule bezeichnet wurde. Diesem war eine idealisierende Darstellungsweise zu eigen sowie eine enge Orientierung an literarischen Motiven. Hübner reiste im Anschluss nach Italien, verbrachte Zeit in Berlin und Düsseldorf und ging 1839 schließlich an die Dresdner Kunstakademie. 1842 wurde er dort zum Professor ernannt und von 1871 bis 1882 als Nachfolger Schnorrs von Carolsfeld als Direktor der königlichen Gemäldegalerie eingesetzt. Hübner verstarb 1882 in Loschwitz bei Dresden.
Flämischer Holzschneider des Barock, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Peter Paul Rubens und seine qualitätsvollen Holzschnitte nach dessen Entwürfen bekannt wurde.
Französischer Maler und Lithograph, geboren in Dijon, gestorben in Paris. Schüler von Jérôme-Martin Langlois, dann an den Kunstakademien in Dijon und ab 1820 in Paris bei Guillaume Lethière und Jean Auguste Dominique Ingres. 1834 Rompreis, anschließend Aufenthalt in der Villa Medici. Im Salon zeigte er mythologische, religiöse und historische Sujets sowie Porträts; 1853 Vorsitzender des Comité central des Artistes.
Deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit, der mit streng komponierten Stillleben und klaren, sachlichen Bildwelten zu den prägenden Vertretern der klassischen Moderne zählt.
Friedrich August von Kaulbach gehörte in den Jahrzehnten des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu den bekanntesten und erfolgreichsten Malern Münchens. Er war ein Zeitgenosse Lenbachs und Stucks und wurde wie diese von der unmittelbaren Nachwelt ehrfürchtig als "Malerfürst" bezeichnet. Aus einer berühmten Malerfamilie stammend, feierte er in den beiden letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts seine größten Erfolge. Unvergesslich sind die wunderbaren Porträts, die er von den Kindern der Familie Pringsheim malte. Thomas Manns spätere Frau Katja, das einzige Mädchen unter den Kindern der Pringsheims, wurde von Kaulbach mehrfach gemalt. Besonders zu erwähnen ist hier das berühmte Gemälde von 1888, welches die fünf Kinder als Pierrots zeigte. Physiognomische Ähnlichkeit und ästhetische Gestaltung gingen bei Kaulbach eine unnachahmliche Symbiose ein.
Deutscher Kupferstecher des Barock, der vor allem für seine fein ausgeführten Porträts und Reproduktionsstiche nach zeitgenössischen Vorlagen bekannt ist.
Schulzeit in Görlitz, 1884-88 Studium an der Akademie in Berlin bei Paul Thurmann und Paul Friedrich Meyerheim, ab 1888 in München und Dachau tätig, Bekanntschaft mit Fritz von Uhde, Leopold von Kalckreuth, Arthur Langhammer und Hugo König, Mitarbeit bei satirischen und humoristischen Zeitschriften, 1892 Mitbegründer der Münchner Sezession, als Landschaftszeichner und -maler tätig im Umkreis der Dachauer Malerkolonie
Geboren in die Familie eines Nürnberger Weinhändlers, wurde Johann Adam Klein der Zugang zur Kunst nicht gerade in die Wiege gelegt. Der verständisvolle Vater jedoch förderte die schöngeistige Neigung seines Sohnes und ermöglichte ihm, den Weg des Künstlers zu beschreiten. Klein fühlte sich dem unmittelbaren Naturstudium hingezogen und verließ häufig die noch traditionellen Pfade der seinerzeit üblichen Kunstausbildung. Er unternahm Spaziergänge, Wanderungen und schließlich lange Reisen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Italien, bei denen er alle Eindrücke gewissenhaft auf Papier festhielt. Einen Großteil seines umfangreichen Œuvres machen Zeichnungen und Radierungen von Tieren aus, sowie genrehafte Darstellungen der Menschen in ihren typischen Trachten, denen er bei seinen Ausflügen begegnete. Nicht zuletzt schlug sich in Kleins Motiven auch die unstete Zeit der Napoleonischen Kriege nieder, indem er Feldlager und uniformierte Soldaten verschiedenster Herkunft zeichnete. Er verstarb 1875 in München.
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