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Künstler

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  • Deutscher Maler. Er beteiligte sich von 1860 bis 1902 an den Berliner Akademie-Ausstellungen und von 1866 bis 1902 am Pariser Salon, ferner an den Weltausstellungen in Philadelphia (1878), Paris (1889) und Chicago (1893). Werke von ihm befinden sich unter anderem im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen, in der Berliner Nationalgalerie und im Kupferstichkabinett, im Städel in Frankfurt am Main, im Landesmuseum Hannover, im Nationalmuseum Danzig und Posen sowie in der Eremitage in St. Petersburg. Über diese Angaben hinaus liegt uns zu Leben und Werk derzeit keine eigene gesicherte Quelle vor.
    Carl Millner kam am 25. März 1825 in Mindelheim auf die Welt. Im Jahre 1841 begann er an der königlichen Akademie in München zu studieren. Mit dem Weggang des Peter von Cornelius im selben Jahr wurde ihm die Studienerlaubnis wieder aberkannt, nach einer Prüfung konnte er jedoch das Studium an der Akademie wieder aufnehmen. Dabei wurde er stark von Eduard Schleich und Carl Rottmann beeinflusst. Er etablierte sich in der Folge als gefragter Landschaftsmaler. 1858 folgten weitere Studien bei Julius Lange. Auf vielfachen Studienreisen nach Tirol, Niederbayern, die Schweiz, und in die Umgebung Merans perfektionierte er seine Darstellung alpenländischer Landschaften. 1853 bis 54 bezog er eine gemeinsame Wohnung mit dem Landschafts- und Architekturmaler Wilhelm Gail. Zwei Jahre später ließ sich Millner endgültig in München nieder und gründete ein eigenes Atelier. Er verstarb am 19. Mai 1895 in München.
    Aus dem illustren und umfangreichen Schülerkreis Ludwig Richters sticht Viktor Paul Mohn besonders hervor. Er und Albert Venus hatten sowohl künstlerisch als auch menschlich die engste Bindung an den Lehrer und Mohn übernahm 1869 stellvertretend dessen Amt an der Dresdner Kunstschule. Den enormen Einfluss, den Richter als Künstler auf Mohn hatte, kann man an vielen seiner Aquarelle und Illustrationen ablesen. Die erste Italien-Reise, die er 1866 zusammen mit Albert Venus unternahm, stand ganz im Zeichen des Lehrers: Die Künstler besuchtet nicht nur dieselben Orte, die diesen Jahrzehnte zuvor so beeindruckt hatten. Sie orientierten sich auch in ihrer Arbeitsweise an Richter. Dessen graphische Präzision, gepaart mit einem sensiblen Gespür für atmosphärische Stimmungen, wurde auch für Mohn und Venus in Italien bestimmend, auch wenn ihre Interpretation durch vielfältige Übersteigerungen dieser Grundelemente einen ganz eigenen, häufig schon über-idealisierten Charakter bekam. Als Mohn 1868 erneut in Italien weilte und dort wieder auf seinen Freund Albert Venus traf, zeigte er sich enttäuscht von dessen Abkehr von den Richterschen Idealen der klaren Linie. „Der Teufel reitet ihn, sein zweites Wort ist – Achenbach.“ Malerische Freiheit, Dominanz der Farbe, impressionistische Verwirbelungen: all dies entsprach nicht Mohns Kunstweg. Doch dass auch er auf Seitenpfaden wandelte, die sich von seinem großen Vorbild entfernten, wird auch heute noch zu wenig beachtet. Zwar hat er nie den malerischen Effekt über die Klarheit der zeichnerischen Aussage gestellt, doch manche Aquarelle zeigen in der Komposition eine ganz eigene Tendenz der Bilderfindung, die nicht aus dem Œuvre des Lehrers heraus zu erklären ist. Die enge Bindung an Richter blieb aber bestehen. So heiratete Mohn 1873 die Enkelin des Meisters und übernahm 1875 die stellvertretende Leitung des Richterschen Ateliers. 1880 wurde Viktor Paul Mohn zum Professor der Dresdner Kunstakademie ernannt. Nur drei Jahre später kehrte er Dresden den Rücken, um in Berlin in preußische Dienste zu treten. Auch dort erhielt er einen Professorentitel und unterrichtete ab 1895 an der Königlichen Kunsthochschule, deren Direktor er 1905 wurde. Viktor Paul Mohn verstarb im Februar 1911 in Berlin.
    Michael Mohr malt die Landschaft. Nicht nur, wie er sie sieht oder empfindet, sondern auch mit einem der Romantik vertrauten Auge. Florian Illies drückte es in einer Würdigung Mohrs so aus: "Es ist, als hätte er die Seherfahrung und Kunstfindungen des 19. Jahrhunderts selbst gemacht." So liegt den Werken des 1964 in Fulda geborenen Künstlers das grundlegende Verständis der romantischen Kunst inne. Jedoch wiederholt er nicht bloß eine Innovation oder imitiert den Prozess der Ideenfindung, sondern er schafft authentische Landschaftsbilder in seinem individuellen und über Jahre entwickelten Stil. Begonnen hat er seine künstlerische Laufbahn in einer Fuldaer Restaurierungswerkstatt. Nach dieser Lehre ging er nach Frankfurt, wo er von 1982 bis 1988 an der Städelschule Malerei studierte. In ihrer Abstraktheit lassen die Bilder Michael Mohrs die sinnliche Erfahrung des romantischen Landschaftsmalers, des Impressionisten unter freiem Himmel und den zeitgenössischen Künstler mit eigener, starker Ausdruckskraft eins werden.
    Morace, Ernst, Kupferstecher, * 1766 Stuttgart, war als reproduzierender Kupferstecher tätig. 1793/98 hielt er sich in Rom auf. Kiefhaber berichtet 1802, daß er "seit geraumer Zeit hier in Nürnberg in stiller Ruhe" lebe. Er bezeichnete ihn als Königlich Sicilianischen Hofkupferstecher, der kürzlich ein Portrait des Markgrafen von Baden-Durlach nach einem Gemälde von Seele gestochen habe, das er der russischen Kaiserin widmete. Er bekam dafür eine goldene Dose geschenkt. Sein Todesdatum ist unklar, es werden 1806 in Paris, 1808 und "um 1820" genannt.
    Künstlerische Ausbildung durch den Vater Christian Morgenstern, Studienreisen in Belgien, Holland, Frankreich und der Schweiz, hauptsächlich in Oberbayern tätig, ab 1884 Lehrer an der Kunstschule Breslau
    Italienischer Kupferstecher, Radierer und Reproduktionsgraphiker, geboren in Portici bei Neapel, gestorben in Florenz. Schüler seines Vaters Filippo und seines Onkels Giovanni Elia, ab 1778 in Rom bei Giovanni Volpato, seinem späteren Schwiegervater und Geschäftspartner. Nach dessen Vorbild widmete er sich der Reproduktionsgraphik; es entstanden Stiche nach Raffaels Fresken in den vatikanischen Stanzen, nach Domenichino, Anton Raphael Mengs und van Dyck.
    Als Maler von Veduten und Genrebildern vermittelt uns der gebürtige Florentiner Giuseppe Moricci ein lebendiges Bild von Florenz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele der Orte, die er mit großer Genauigkeit und Hingabe für seine Heimatstadt abzeichnete, wurden im späteren Jahrhundert zerstört und stadtplanerisch überformt. So zeigen uns seine Werke oftmals die noch engen Gassen und Straßenzüge der historischen Stadt, belebt durch ihre Bewohner. Diese stellte Moricci stets so lebendig dar, als habe er zu jedem eine gute Bekanntschaft oder gar persönliche Beziehung unterhalten. Aber auch die bis heute unveränderten Stadtteile und Gebäude, die seit der Renaissance nichts von ihrer Anziehungskraft auf Reisende verloren haben, stellte er genauestens dar. Seine ersten Studien erfuhr er am Collegio degli Scolopi, 1828 wurde eine seiner Zeichnugnen bei der Triennale der Akademie (Accademia de Belle Arte die Firenze) prämiert. Zur Mitte des Jahrhunderts gehörte er zum engen Kreis der Künstler und Literaten, die sich im historischen Caffè Michelangiolo trafen. Während des Risorgimento wurde das Caffè zu einem Anlaufpunkt für Intellektuelle, Patrioten und politisch Verfolgte. Wie viele seiner dortigen Künstlerfreunde beschäftigte auch Moricci sich weiterhin mit dem Zeichnen von Karikaturen. Ab 1870 wurde er wegen seiner vielseitigen und virtuosen Zeichnungskunst zum Lehrer für Zeichnung an die Accademia de Belle Arte berufen. Er starb im Januar 1879 in Florenz.
    Pionier der Architekturfotografie in Frankfurt. Carl Friedrich Mylius dokumentierte mit seinen Fotografien das historische Frankfurt im 19. Jahrhundert. Seine Aufnahmen von Römerberg, Eschenheimer Turm und Zeil sind wertvolle Zeitdokumente und zeigen die Stadt vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Als einer der Wegbereiter der Architekturfotografie wird sein Werk heute wiederentdeckt.
    Geboren am 3. Januar 1753 in Nieder-Bielau (heute Bielawa Dolna) nördlich von Piensk im Kreis Görlitz, 1765-1775 Zeichenunterricht durch Johann Gottfried Schultz, ab 1774 Studium bei Adam Friedrich Oeser an der Leipziger Kunstakademie, 1776 Wechsel nach Dresden zu Johann Christian Klengel, in den nächsten Jahren entstehen hauptsächlich Landschaftszeichnungen und –aquarelle, Reise in die Schweiz 1783-1784, 1787 Stelle als Zeichenmeister am Görlitzer Gymnasium, 1798 Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Nathe erbt von seiner verstorbenen Frau, was es ihm ermöglicht als freiberuflicher Künstler zu arbeiten, 1800 arbeitet Nathe im Riesengebirge und fertigt eine Folge von Ansichten für die Königin Louise von Preußen, 1801 vermehrt wissenschaftliche Experimente und „elektrische Gemälde“, 1803 Umzug nach Lauban, verstorben am 10. Dezember 1806 in Schadewalde.
    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reisten immer mehr Touristen aus bürgerlichen Kreisen nach Italien. Fotografien konnten damals nur mit hohem zeitlichem Aufwand und einer teuren, unhandlichen Apparatur entstehen. Umso dankbarer griffen viele Touristen auf die Arbeiten der professionellen Fotografenateliers vor Ort zurück, um den Zuhausegebliebenen ein Souvenir aus der Ferne mitzubringen oder sie als Erinnerungsstücke zu sammeln. Berühmt gewordene Fotografen wie Carlo Naya, Giorgio Sommer oder die Gebrüder Alinari lichteten die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte ab und begaben sich selbst auf Reisen, um die beliebtesten Ziele ihrer Kunden zu fotografieren und als Albuminabzug anzubieten. Auch antike Kunstschätze wurden fotografisch aufgenommen und den Reisenden angeboten. Die hochwertigen Fotografien der Skulpturen und Fresken leisteten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Kunstschätze und der Zugänglichkeit für Wissenschaftler aus ganz Europa, die zuvor auf Nachzeichnungen oder Stiche angewiesen waren, wenn sie nicht das Original selbst betrachten konnten.
    Geboren am 13. Januar 1806 in München als Sohn des Malers Ludwig Neureuther, ab 1823 an der Münchner Akademie als Schüler von Wilhelm von Kobell, 1830 in Paris und 1838 in Rom, durch Peter von Cornelius beauftrag übernahm Neureuther die Dekorationsarbeiten in der Münchner Glyptothek, 1848 Lehrer an der königlichen Porzellanmanufaktur Nymphenburg, 1868-1877 Professor an der königlichen kunstgewerbeschule, verstorben am 23. März 1882. Eugen Neureuther ist besonders durch seine Illustrationen und durch seine Wiederbelebung der Arabeske in der Kunst des 19. Jahrhunderts verankert.
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