Brunnenburg bei Meran
»Brunnenburg bei Meran« ist ein Werk von Georg Wiesend aus dem Jahr 1836, ausgeführt als Öl auf Papier.
Exquisite Vedute von einem Berghang in das malerische Etschtal bei Meran. Zentral auf einem Fels thront die Brunnenburg bei Dorf Tirol. Das Kunstwerk zeigt eine malerische Landschaft mit einer Burgruine auf einem felsigen Hügel im Zentrum. … weiterlesen ›
Exquisite Vedute von einem Berghang in das malerische Etschtal bei Meran. Zentral auf einem Fels thront die Brunnenburg bei Dorf Tirol. Das Kunstwerk zeigt eine malerische Landschaft mit einer Burgruine auf einem felsigen Hügel im Zentrum. Die Ruine erhebt sich majestätisch über das Tal, das sich weit und tief erstreckt. Im Vordergrund rahmen üppige Bäume und Vegetation die Szene ein, während der Blick in die Ferne zu den blauen Bergen führt, die den Horizont dominieren. Die Lichtverhältnisse erzeugen ein sanftes Spiel von Licht und Schatten, das die Details der Felsen und Bäume betont. Die Komposition führt den Blick des Betrachters von den Details im Vordergrund in die Tiefe der Landschaft, was ein Gefühl von Weite und Erhabenheit vermittelt.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Technik
- Öl
- Ausführung
- Öl auf Papier
- Jahr
- 1836
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Landschaft
- Land
- Italien
- Signatur
- Verso datiert: "Brunnenburg bei Meran 1836". Unten rechts eigenhändig bezeichnet: "Brunnenburg i. Thal von Meran".
Zustand
Akzeptabler Zustand. Insbesondere im Himmel verschmutzte Partien sichtbar. Entlang der rechten Blattkante lange Knickspur mit angebrochener Farbschicht. Die rechte obere Blattecke fehlt. In den anderen Ecken ebenfalls Beschädigungen und kleinere Fehl
Georg Wiesend
Nach seiner Ausbildung stand Wiesend zunächst zwischen der Entscheidung für eine Künstlerlaufbahn oder eine Beamtenkarriere. 1830 trat er schließlich in den bayerischen Staatsdienst ein und arbeitete fortan in verschiedenen Ämtern – unter anderem in Miesbach, Landshut, Tittmoning, Burghausen, Traunstein und Landau an der Isar. Parallel zu seiner juristischen Laufbahn blieb er künstlerisch aktiv. Besonders in den Jahren zwischen 1828 und 1835 stellte er regelmäßig Ölgemälde in der Akademie und im Kunstverein München aus, bevor er sich aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen zunehmend der Aquarellmalerei zuwandte.
Wiesend unternahm nahezu jährlich ausgedehnte Studienreisen, die ihn in die Alpenregionen, nach Tirol, Oberitalien, in die Schweiz und ins Salzkammergut führten. Dabei entstanden zahlreiche Aquarelle mit topographisch genauen Ansichten, die vor allem die Bergwelt, Wasserfälle und ländliche Motive festhalten. Seine Werke zeichnen sich durch eine detailreiche Naturbeobachtung und eine der spätromantischen Stimmung verpflichtete Bildsprache aus. Obwohl er zeitlebens künstlerisch aktiv blieb, wurde er von der Kunstgeschichte weitgehend vergessen.
Neben seiner Malerei zeigte Wiesend Interesse für Archäologie und Heimatpflege – er führte Grabungen durch, veröffentlichte seine Funde und engagierte sich für die Erhaltung historischer Denkmäler. Von Zeitgenossen wurde er als "Dilettant von ernstem, redlichem Streben" geschätzt – im Sinne eines kunstliebenden Laien mit hohem Anspruch.
Nach seinem Ruhestand 1879 lebte er in Berchtesgaden, wo er am 19. Juni 1881 starb. Sein künstlerisches Erbe umfasst mehrere hundert Studien und Aquarelle, von denen heute nur ein Bruchteil erhalten ist.
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